Nächster finanzieller Super-GAU: AKW Hinkley Point C kostet 48 Milliarden Pfund
Das britische Atom-Vorzeigeprojekt Hinkley Point C entwickelt sich zum beispiellosen Milliardengrab. Die Baukosten für den Meiler explodieren auf unfassbare 48 Milliarden Pfund – beim Start 2016 war noch von 18 Milliarden die Rede. Auch der Zeitplan ist längst Makulatur: Statt wie ursprünglich geplant 2025 soll der erste Reaktor nun frühestens im Jahr 2030 ans Netz gehen.
Mit denselben Investitionen hätte Grossbritannien in den letzten Jahren enorme Kapazitäten bei Solar- und Offshore-Wind aufbauen können – schneller, günstiger und mit deutlich früherer Wirkung für Klima und Versorgungssicherheit.
Der entscheidende Punkt ist die Zeit: Während Wind- und vor allem Solarprojekte innerhalb weniger Jahre Strom liefern, bindet ein neues AKW über anderthalb Jahrzehnte Kapital, ohne kurzfristigen Beitrag zur Dekarbonisierung.
Die Lehre daraus ist klar: Neue AKW-Projekte sind keine Beschleuniger der Energiewende, sondern teure und langsame Grossvorhaben mit erheblichen Finanzrisiken.